Patienten welche von Akne oder Rosazea betroffen sind, haben oft bereits lange Geschichten mit verschiedensten Vorbehandlungen hinter sich. Insbesondere werden Ihnen unberechtigterweise mangelnde Hygiene oder gar übermäßiger Alkoholkonsum vorgeworfen. Bei beiden Erkrankungen ist eine individuelle Abklärung und Behandlung wichtig.

Akne – Ablauf der Sprechstunde und Behandlung

In der Akne – Sprechstunde werden im persönlichen Gespräch zuerst verschiedene Fragen besprochen. Ihre Hautärztin klärt mit Ihnen, wann die ersten Symptome aufgetreten sind. Die erfolgten Behandlungen und die Erfolge werden festgehalten. Hilfreich ist auch, wenn Sie die bis anhin verwendeten Medikamente mit Namen und Dosierung auflisten können. Dazu können Sie den aufgeschalteten Medikamentenplan verwenden.

Akne muss durch Ihre Hautärztin behandelt werdenDanach wird Ihre Haut gründlich untersucht um festzustellen, wie stark die Akne bei Ihnen ist und um eine differenziertere Diagnose zu erhalten.

Sobald die Resultate der verschiedenen Untersuchungen vorliegen, kann mit der Behandlung begonnen werden. Soweit als möglich werden lokale Behandlungen mit Cremes, Gels oder Lotionen, welche auf den Hauttyp des Patienten abgestimmt sind und spezifische auf die Akne abgestimmte Wirkstoffe enthalten, angeboten. Diese können auch antibiotisch wirksame oder abschälende Stoffe enthalten. Peelings können ebenfalls Bestandteil der Behandlung sein.

Ergänzend werden auch medikamentöse Therapien angewandt. Diese Behandlungen müssen oft über mehrere Monate erfolgen und führen häufig zu sehr guten Resultaten. Wichtig ist, dass die Medikamente genau nach Anweisung verwendet werden. Sie erhalten deshalb von Ihrer Hautärztin genaue Hinweise wie die Medikamente einzunehmen sind. Regelmäßige Kontrollen sind ebenfalls wichtig.

Akne kann nach der Heilung Narben hinterlassen. Hier wird Ihre Hautärztin Sie ebenfalls beraten inwiefern eine lokale Behandlung mit Laser oder eine chirurgische Narbenglättung möglich und sinnvoll sind.

Rosazea – Ablauf der Sprechstunde und Behandlung

Rosazea tritt schubweise aufRosazea, auch Gesichtsrose genannt, ist eine Hauterkrankung, welche vor allem das Gesicht betrifft. Anders als Akne beginnt sie meist im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Menschen mit hellem Hauttyp sind häufiger betroffen. Sie beginnt oft mit anfallsartigen leichten Rötungen, sichtbaren Äderchen oder Pickel welche rasch wieder verschwinden. Auch die Augen können betroffen sein. Symptome sind häufiges Tränen und Trockenheit.

Rosazea ist nicht heilbar. Sie verläuft in Schüben und die symptomfreien Jahre lassen sich durch individuelle Behandlung oft auf mehrere Jahre ausdehnen. Das ist wichtig, da sich durch eine gezielte Behandlung starke Entzündungen und Spätreaktionen vermeiden lassen. Bekannt ist die Knollennase (Rhinophym).

Bei den Betroffenen werden in der akuten Phase feine Gefäße sichtbar, das Gesicht erscheint unschön gerötet. Das ist psychisch belastend. Zusätzlich kann es durchaus sein, dass das Umfeld einen übermäßigen Alkoholkonsum vermutet. Ein Besuch bei Ihrer Hautärztin in dieser Phase ist deshalb wichtig. Je eher die Krankheit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Durch geeignete Massnahmen können zudem Folgeschäden vermieden werden. Zu den bekanntesten Rosazea-Patienten gehören Bill Clinton und Renée Zellweger.

Rosazea kann durch Sonnenlicht, Kosmetika, Alkohol, scharf gewürzte Speisen aber auch durch Stress ausgelöst werden. Auch genetische Veranlagungen werden vermutet.

Obschon die Erkrankung nicht dauerhaft geheilt werden kann, gibt es sehr wirksame Medikamente, welche die Symptome verbessern.

Hautveränderungen kann Ihre Hautärztin auch mit Laser behandeln.

Sie wird Ihnen aber auch helfen, die auslösenden Reize zu erkennen und zu vermeiden. Zudem wird sie Ihnen auf diese Krankheit ausgerichtete Kosmetika empfehlen, welche die Haut beruhigen und glätten. Wichtig ist auch der Schutz vor den Ultraviolettstrahlen der Sonne.

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