Dehnungsstreifen – Schwangerschaftsstreifen

Symptome (Beschwerden)

Schwangerschaftsstreifen oder Dehnungsstreifen entstehen, wenn die Haut stark gedehnt wird.

Als Dehnungsstreifen (Striae distensae cutis) oder Schwangerschaftsstreifen (Striae gravidarum) bezeichnet der Hautarzt bläulichen oder rötlichen Dehnstellen an Bauch, Brust und Oberschenkel, welche wie Narben aussehen. Es handelt sich um parallel angeordnete Streifen welche bis zu zwei Zentimeter breit werden können. Zwischen den Streifen liegt immer gesunde Haut. Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn die oberste Hautschicht (Lederhaut) ausgeweitet wird und es zu Faserrissen kommt. Das darunter liegende, gut durchblutete Gewebe schimmert dann durch. Diese Art der Überdehnung erfolgt bei Schwangerschaften, starker Gewichtszunahme, aber auch bei übermäßigen sportlichen Aktivitäten (Bodybuilding). Ein rasches Wachstum in der Jungend kann ebenfalls zu Überbelastung der Haut führen. Bekannt ist, dass auch Hormonstörungen oder lange oder falsche Anwendung von Kortison zu unschönen narbenähnlichen Streifen führen können. Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen entwickeln sich am Anfang fast unbemerkt und werden dann länger und stärker und verfärben sich rötlich violett bevor sie in ein oft schimmerndes Weiß wechseln.

Schwangerschaftsstreifen entstehen oft gegen Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels durch Hormoneinfluss. Dies ist vom Körper gewollt, weil sich die Haut des Bauches und der Brüste nun weit über das normale Maß hinaus dehnen müssen. Nach der Geburt verblassen sie, bleiben aber als schmale weißliche Streifen weiter bestehen.

Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen sind harmlos, können aber optisch stören und als Makel empfunden werden.

Diagnose

Schaut sich der Hautarzt die Streifen unter dem Mikroskop an, so erkennt er gerissene elastische Fasern und Faserneubildungen am Ende der Dehnungsstreifen. Zudem ist das Bindegewebe in der Lederhaut zurückgebildet.

Der Hautarzt tastet die Dehnungs-, Schwangerschaftsstreifen ab, um sie von Narben abzugrenzen. Er wird zudem Abklärungen treffen um Sklerodermie auszuschließen. Dazu kann die Entnahme einer Gewebeprobe gehören.

Therapie mit Fraxellaser

Mittels Fraxellaser kann die Haut verjüngt und straff werdenGute Erfolge wurden mit der Anwendung des Fraxellasers erzielt. Der Fraxellaser stanzt mikroskopisch kleine Löcher in die Haut. Die Löcher sind umgeben von gesunder Haut, welche bei der Heilung der Mikroverletzungen wichtig ist. Es bildet sich rasch neues, junges Gewebe welches viel Kollagen enthält. Das Hautbild sieht daher verjüngt, gestrafft und frisch aus. Die Schwangerschaftsstreifen sind praktisch nicht mehr sichtbar. Mit dem Fraxellaser werden nur die betroffenen Hautareale behandelt. Diese Behandlung ist schmerzarm und wird ohne Narkose durchgeführt. Die Haut wird oberflächlich mit kühlendem Gel unempfindlich gemacht.

Zusätzlich zum Fraxellaser kann plätchenreiches Plasma (PRP) angewendet werden. Dieses wird aus dem Blut des Patienten gewonnen und dient ebenfalls der Verjüngung und Regeneration der Haut. In der Sportmedizin und in der Orthopädie wird das PRP (Platelate Rich Plasma) bereits länger mit gutem Erfolg angewendet. Neu wird es auch bei der Behandlung von Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen eingesetzt. Damit es auch in die tieferen Hautschichten eingeschleust werden kann, ist aber eine vorherige Behandlung mit dem Fraxellaser notwendig.

Die Behandlung mit dem Fraxellaser und ev. nachfolgendem Auftragen von plätchenreichem Plasma dauert zwischen fünf bis 45 Minuten. In der Regel führen zwei bis fünf Folgebehandlungen zum gewünschten Ergebnis. Nach der Behandlung ist keine Erholungszeit notwendig und in der Regel sind Sie sofort ausgehfähig.

Komplikationen

Wie bei allen invasiven Behandlungen können unter Umständen Rötungen oder Schwellungen des behandelten Bereichs auftreten. Diese verschwinden aber in wenigen Tagen.

Auch bei einer allfällig nachfolgenden Behandlung mit PRP sind nur geringe Risiken vorhanden, da Sie mit Ihrem eigenen Blut behandelt werden. Auch hier sind selten kleine Blutergüsse, Rötungen oder Schwellungen beobachtet worden. Wichtig ist, dass Sie vor der Behandlung vom behandelnden Arzt darüber aufgeklärt werden, welche Medikamente Sie vorgängig während einiger Tage nicht einnehmen dürfen.

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